BMFTR startet neuen Förderaufruf
- Michael Handschuh

- 23. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Wie Europa seine Rohstoff-Zukunft absichert.
Ohne Rohstoffe keine Energiewende, keine Digitalisierung und keine Spitzentechnologie.Ob Lithium für Akkus, Seltene Erden für Elektromotoren oder Gallium für Hochleistungschip-Architekturen. Die europäische Industrie steht vor der gewaltigen Aufgabe, ihre Abhängigkeiten bei kritischen Rohstoffen drastisch zu reduzieren.
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat nun im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland und der europäischen Partnerschaft "Raw Materials for the Green and Digital Transition" einen neuen Förderaufruf veröffentlicht. Was steckt dahinter, wer profitiert und worauf kommt es bei der Antragstellung an? Wir haben die wichtigsten Punkte für die fi. konzept-Community zusammengefasst.

Das Ziel: Schließen der Rohstofflücke in Europa
Der Förderaufruf setzt direkt an den verletzlichen Stellen moderner Wertschöpfungsketten an, Gefördert werden innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte (FuE), die Lösungen für eine nachhaltige, zirkuläre und autonome Rohstoffversorgung in Europa erarbeiten.
Die Förderschwerpunkte decken die gesamte Wertschöpfungskette ab:
Inlandsexploration & nachhaltiger Abbau: Effizientere, umweltschonendere Verfahren zur Gewinnung primärer Rohstoffe in Europa.
Erweiterte Zirkulärwirtschaft und Recycling: Neue Technologien für das Recycling und die Rückgewinnung kritischer Metalle und Mineralien aus Altgeräten und Industrieabfällen.
Substitution kritischer Mineralien: Entwicklung alternativer Werkstoffe für Zukunftstechnologien, um seltene oder schwer beschaffbare Rohstoffe zu ersetzen.
Prozess- und Verarbeitungsinnovationen: Energie- und ressourceneffiziente Verarbeitungsverfahren.
Wer wird gefördert?
Die Richtlinie richtet sich an Akteure, die Forschung schnell in die Praxis tragen wollen. Antragsberechtigt für den deutschen Förderanteil sind:
Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (besonders KMU sind ausdrücklich aufgerufen mitzuwirken).
Hochschulen & Universitäten
Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
Wichtig zu wissen: Da die Bekanntmachung Teil der europäischen Partnerschaft ist, erfolgt die Antragstellung in transnationalen Konsortien. Das bedeutet: Deutsche Partner schließen sich mit Unternehmen und Forschungsinstituten aus anderen beteiligten EU- bzw. Partnerstaaten zusammen.
Warum das für dein Unternehmen oder Institut relevant ist
Für Technologieentwickler, Recyclingspezialisten und Werkstoffforscher bietet dieser Aufruf hervorragende Chancen:
Attraktive Förderquoten: Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) profitieren von attraktiven Boni auf ihre Forschungsausgaben.
Europäische Vernetzung: Zugang zu internationalen Konsortien, Spitzenforschung und neuen Absatzmärkten in ganz Europa.
Zukunftssicherheit: Entwicklung von Lösungen, die in den kommenden Jahren durch regulatorische Vorgaben (wie den EU Criti Cal Raw Materials Act) massiv an Nachfrage gewinnen werden.
Fazit & nächste Schritte bei fi. konzept
Die Kombination aus europäischer Zusammenarbeit und nationaler Fördermittel Bereitstellung über das BMFTR macht diesen Aufruf zu einem echten Treiber für die Rohstoffwende. Planst du ein Projekt im Bereich Rohstoffeffizienz, Recycling oder Substitution? Wir von fi. konzept unterstützen dich dabei, die passenden Konsortialpartner zu finden, Skizzen zielgrichtet auszuarbeiten und deine Erfolgschancen im Begutachtungsverfahren zu maximieren.
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