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Datennutzung für Innovationen im eHealth-Bereich

  • Autorenbild: Michael Handschuh
    Michael Handschuh
  • 18. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Neue Förderrichtlinie


Am 21. Oktober 2025 hat das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) eine neue Förderrichtlinie veröffentlicht, die die Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschungszwecke in den Mittelpunkt stellt. Die Bekanntmachung ist Teil der Hightech-Agenda Deutschland.



Warum ist das wichtig?

Die fortschreitende Digitalisierung der Medizin eröffnet enorme Chancen:

  • Präzisere Diagnosen

  • Optimierte Behandlungsprozesse

  • Effizienzsteigerung im Gesundheitswesen


Um diese Potenziale zu nutzen, müssen vorhandene, qualitativ hochwertige und multizentrische Datensätze aus der Gesundheitsversorgung und -forschung besser erschlossen werden. Genau hier setzt die neue Förderrichtlinie an.


Ziele der Förderung

Die Richtlinie verfolgt mehrere Kernziele:

  1. Erforschung gesundheitsrelevanter Fragestellungen durch Analyse bestehender Daten.

  2. Weiterentwicklung nationaler Gesundheitsforschungsdateninfrastrukturen (GFDI) wie:

    • Medizininformatik-Initiative (MII)

    • Forschungsdatenportal für Gesundheit (FDPG)

    • Netzwerk Universitätsmedizin (NUM)

    • Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)

    • NAKO Gesundheitsstudie

  3. Anbindung an den Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS).


Die GFDI gewährleisten Standardisierung, Harmonisierung und Interoperabilität von Gesundheitsdaten und stellen diese sicher und nachhaltig für die Forschung bereit.[bmftr.bund.de]


Was wird gefördert?

  • Interdisziplinäre Pilotprojekte, in denen Expertinnen und Experten aus Datenwissenschaften (Data Science, Medizininformatik) und klinischer Gesundheitsforschung eng zusammenarbeiten.

  • Nutzung vorhandener multizentrischer Datensätze aus bestehenden GFDI.

  • Projekte sollen innovative Fragestellungen adressieren, z. B.:

    • Vorhersage von Krankheitsverläufen

    • Präzisere Diagnostik und Therapie

    • Stratifizierung von Patientengruppen. [projekttra...ger.dlr.de]


Förderbedingungen

  • Antragsberechtigt:

    • Staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen

    • Institutionell geförderte außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

  • Einreichungsfrist:

    • 27. Februar 2026 (zweistufiges Verfahren: zunächst Projektskizze)

  • Projektstart:

    • Ab November 2026.

  • Förderbedingungen

    • Antragsberechtigt:

      • Staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen

      • Institutionell geförderte außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

    • Einreichungsfrist:

      • 27. Februar 2026 (zweistufiges Verfahren: zunächst Projektskizze)

    • Projektstart:

      • Ab November 2026.

Warum jetzt handeln?

Die Richtlinie bietet eine einmalige Chance, die vorhandenen Dateninfrastrukturen für die Forschung nutzbar zu machen und gleichzeitig die Praxistauglichkeit dieser Systeme zu verbessern. Sie ist ein wichtiger Schritt hin zu einer datengetriebenen, personalisierten Medizin in Deutschland.


Tipps für eine erfolgreiche Antragstellung

Die Förderrichtlinie ist attraktiv, aber auch kompetitiv. Damit Ihre Projektskizze überzeugt, sollten Sie folgende Punkte beachten:


1. Klare Problemdefinition

  • Beschreiben Sie präzise die gesundheitliche Fragestellung, die Sie mit vorhandenen Daten beantworten möchten.

  • Zeigen Sie den gesellschaftlichen Nutzen und die Relevanz für die Gesundheitsversorgung.


2. Nutzung bestehender Infrastrukturen

  • Beziehen Sie sich explizit auf die GFDI-Plattformen (z. B. MII, FDPG, NUM).

  • Stellen Sie dar, wie Ihr Projekt die Interoperabilität und Nachhaltigkeit dieser Systeme stärkt.


3. Interdisziplinäres Team

  • Kombinieren Sie Expertise aus Medizininformatik, Data Science und klinischer Forschung.

  • Benennen Sie Schlüsselpersonen und deren Rollen klar.

4. Datenschutz und Ethik

  • Legen Sie ein robustes Konzept für Datenschutz, Datensicherheit und ethische Aspekte vor.

  • Berücksichtigen Sie die Anforderungen der DSGVO und nationale Standards.


5. Innovationspotenzial

  • Heben Sie hervor, wie Ihr Projekt neue Erkenntnisse oder Methoden generiert.

  • Vermeiden Sie rein inkrementelle Ansätze – zeigen Sie den Mehrwert für Forschung und Versorgung.

6. Realistische Planung

  • Erstellen Sie einen detaillierten Zeit- und Meilensteinplan.

  • Kalkulieren Sie Ressourcen und Budget nachvollziehbar.


7. Europäische Perspektive

  • Prüfen Sie die Anschlussfähigkeit an den Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS).

  • Argumentieren Sie, wie Ihr Projekt zur internationalen Vernetzung beiträgt.



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