• Michael Handschuh

Förderung der Künstlermobilität 2020

Die Europäische Kommission setzt die Förderung der Künstlermobilität 2020 fort. Die Kommission hat erfolgreich ein neues Projekt zur Förderung der Mobilität von Kunst- und Kulturschaffenden getestet: Das im Rahmen des EU-Programms "Kreatives Europa" finanzierte Pilotprojekt i-Portunus ist ein konkretes Ergebnis der im Jahr 2018 angenommenen neuen europäischen Agenda für Kultur. Das mit 1 Mio. Euro für das Jahr 2019 ausgestattete Projekt i-Portunus ermöglichte es 343 Kunst- und Kulturschaffenden im Bereich der darstellenden oder bildenden Künste aus 36 Ländern für einen Zeitraum von 15 bis 85 Tagen in einem anderen Land zu arbeiten.


Der EU-Kommissar Tibor Navracsics - Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport ist stolz darauf, dieses erste von der EU finanzierte Mobilitätsprojekt für Kunst- und Kulturschaffende angestoßen zu haben, das ihnen die Möglichkeit bietet, Erfahrungen im Ausland zu sammeln und neue grenzüberschreitende Partnerschaften mit anderen Kreativen aufzubauen. Dies ist überaus wichtig für die Förderung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in Europas Kultur- und Kreativbranchen, die für unsere Wirtschaft und Gesellschaft eine bedeutende Rolle spielen.


Wer durch i-Portunus unterstützt werden sollte, musste eine konkretes, genau definiertes Ziel angeben, wie den Aufbau einer internationalen Zusammenarbeit, die Mitwirkung an einem produktionsorientierten, Residenzstipendium oder an einem Projekt der beruflichen Weiterbildung im Aufnahmeland. Von April bis September gingen mehr als 3200 Bewerbungen von Kunst- und Kulturschaffenden ein.


Die Rückmeldungen der Teilnehmenden und der Kulturbranche waren sehr positiv. i-Portunus war besonders bei jungen aufstrebenden Kunstschaffenden beliebt. Am 15/16 Oktober kamen anlässlich einer Konferenz in Brüssel einige der teilnehmenden Kunstschaffenden sowie wichtige Interessenträger aus Bereichen wie Musik, Theater, Tanz, Festivals und Literatur sowie Vertreter nationaler und Internationaler Kulturinstitute wie der Europäischen Kulturstiftung zusammen, um zu erörtern, wie das Projekt verbessert werden könnte. Die Gespräche werden in die Empfehlungen einfließen, die die Interessenträger der Kommission am Ende des Projekts vorlegen werden.


Nächste Schritte

Im Jahr 2020 wird die Kommission weitere 1,5 Millionen Euro in zwei ähnliche Projekte investieren. Anhand der Ergebnisse und Empfehlungen aller Projekte wird anschließend festgelegt, wie die dauerhafte Maßnahme im Rahmen des nächsten Programms "Kreatives Europa" 2021 -2027 aussehen soll.


Hintergrund

Im Mai 2018 veröffentlichte die Europäische Kommission ihre Mitteilung "Eine neue europäische Agenda für Kultur", in der sie die Zusammenarbeit auf EU-Ebene festlegt und 25 vorrangige Maßnahmen vorschlägt. Eine der Maßnahmen ist die "Förderung der Mobilität von Kunst- und Kulturschaffenden". Die Kommission hatte in das Arbeitsprogramm 2018 für ein "Kreatives Europa" eine Mobilitätsmaßnahme für in der Kunst- und Kreativbranche Tätige aufgenommen, um eine neue Förderregelung zu erproben, die in den Jahren 2019 und 2020 ausgebaut und nach 2020 fest in das künftige Programm "Kreatives Europa" aufgenommen werden soll.


i-Portunusist ein kurzfristiges Pilotprojekt, verwaltet und gefördert durch das EU-Programm "Kreatives Europa" zur Förderung der europäischen Kulturbranche und des audiovisuellen Sektors. Zur Umsetzung dieser neuen Initiative wurde 2018 eine Ausschreibung veröffentlicht. Den Zuschlag erhielt ein Zusammenschluss aus Goethe Institut (Deutschland), Institut franciais (Frankreich), Nida Art Colony of Vilnius Academy of Arts (Lituaen) und Izilyatsia (Ukreine). Das Pilotprojekt lief im Januar an; zum Abschluss des Projekts im Februar 2020 wird der Zusammenschluss seine Bewertung und seine strategische Empfelung vorlegen.


Weitere Informationen


i-Portunus


Videos und Erfahrungsberichte


Programm "Kreatives Europa"


(Quelle: Pressemitteilung der Europäischen Kommisssion vom 24. Oktober. Lizenz: Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)).

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