• Michael Handschuh

Innovative Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel gesucht.

Das Bundesumweltministerium sucht innovative Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel. Mit dem Programm "Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel" will das Bundesumweltministerium (BMU) die Anpassungskompetenz Deutschlands stärken. Gesucht werden Vorhaben, mit innovativen Ideen für die Anpassung klimatischer Veränderungen in Deutschland, wie zum Beispiel Hitze oder Starkregen. Die Vorhaben sollen möglichst viele gesellschaftliche Bereiche einbinden und regionale Kooperationen vertiefen. Mit einer Förderung von bis zu 300.000 Euro unterstützt das Programm Unternehmen, Kommunen oder auch Bildungseinrichtungen und Verbände.

Die Folgen des Klimawandels treten in Deutschland immer deutlicher zu Tage. Der Klimawandel hat enorme Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit der Gesellschaft. Die heißen trockenen Sommer der letzten beiden Jahre 2018 und 2019 sowie die Starkregen in 2016 und 2017 haben die Veränderungen deutlich gemacht. Bereits heute verursacht der Klimawandel millionenschwere Schäden in Deutschland. Die Versicherungswirtschaft hat im Jahr 2016, 2,6 Milliarden Euro an versicherten Schäden an Häusern-, Gewerbe- und Industriebetrieben durch Stürme, Hagel und Starkregen begleichen müssen. Bund und Länder bezahlten im selben Zeitraum Dürrehilfen in Höhe von 340 Millionen Euro.


Dem kann man nur mit vorsorglichem Klimaschutz begegnen. Eine wirkungsvolle Anpassung aller Akteure ist nötig. Beides ist eine Chance für eine bessere, lebenswerte Zukunft. Das Förderprogramm unterstützt Unternehmen, Kommunen, Bildungseinrichtungen sowie andere lokale Akteure bei der Anpassung an den Klimawandel mit einem Zuschuss.


Das Programm fördert Vorhaben in drei Schwerpunktbereichen: Anpassungskonzepte für Unternehmen sowie die Entwicklung von Bildungsmodulen zu Klimawandel und -anpassung. Hier kann jeweils ein Zuschuss bis zu 100.000 Euro beziehungsweise bis zu 200.000 Euro gewährt werden. Darüber hinaus werden kommunale Leuchtturmprojekte , die regionale Zusammenarbeit aufbauen, mit bis zu 300.000 Euro gefördert. Das Förderprogramm setzt auf Ergebnisse mit hoher Übertragbarkeit auf ähnlich betroffene Regionen und Akteure.


Mit der Umsetzung des Programms hat das Bundesumweltminsiterium die Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) beauftragt. Projektskizzen können ab 1. August 2020 bis 31. Oktober 2020 eingereicht werden. Bei vielversprechenden Skizzen folgt dann in der zweiten Phase des Auswahlverfahrens die Aufforderung zur Vorlage eines formellen Förderantrags.


Das Förderprogramm ist Teil der "Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel" (DAS). Mit der DAS sollen die Auswirkungen des Klimawandels in den Planungs- und Entscheidungsprozessen öffentlicher Akteure stärker berücksichtigt werden - insbesondere auf kommunaler und lokaler Ebene. Vergangene Förderrunden unterstützten beispielsweise Projekte, zu Hochwassernetzen und zum Strakregenrisikomanagement, zur Abbildung urbaner Hitze-Hotspots sowie zur Abmilderung urbaner Hitze-Hotspots. Beispiele sind auch die Projekte zur Freiraumentwicklung in Städten oder zu Kooperationen in Weinbau-Landschaften. Ebenso wurden Bildungsmodule in der Landwirtschaft, im Katastrophen- oder Gesundheitsschutz gefördert. (Quelle: PM, Nr. 092/20, 15. Juni 2020, Bundesumweltministerium).


Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Entwicklung Ihres Business Cases.



© 2019 fi.konzept  Datenschutz Impressum
 

  • Schwarz Twitter Icon
  • Schwarz Pinterest Icon
  • Schwarz LinkedIn Icon
  • Schwarz Facebook Icon