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Förderung: e2Health

Autorenbild: Michael Handschuh
Michael Handschuh
6. Aug.
2 Min. Lesezeit

Die Zukunft der Medizin entsteht im virtuellen Labor

Medizintechnik und moderne Therapien stehen vor einer enormen Herausforderung: Fehlentwicklungszyklen sind lang, klinische Studien extrem teuer und das Risiko von Fehlentwicklungen hoch. Wie lässt sich dieser Prozess beschleunigen, ohne bei der Patientensicherheit und Präzision Kompromisse einzugehen?


Die Antwort lautet: System Engineering mit In silico-Methoden.


Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat dazu die neue Richtlinie im Förderkonzept "e2Health - In silico-Forschung für die Medizin der Zukunft" veröffentlicht. Ich zeige auf, wo die Chancen für Unternehmen und Forschungseinrichtungen liegen.


Ein Wissenschaftler im Labor analysiert Daten auf einem Bildschirm, umgeben von Reagenzgläsern und Laborflaschen, während er sich Notizen macht.
Ein Wissenschaftler im Labor analysiert Daten auf einem Bildschirm, umgeben von Reagenzgläsern und Laborflaschen, während er sich Notizen macht.

Was bedeutet "In silico" im System Engineering?

In der Biologie und Medizin kennen wir in vivo (am lebenden Organismus) und in vitro (Im Reagenzglas). In silico bedeutet: Forschung und Modellierung finden direkt am Computer statt durch computergestützte Simulationen, digitale Zwillinge, Datenmodelle und Algorithmen der Künstlichen Intelligenz.


Wenn wir dies mit Systems Engineering verknüpfen, betrachten wir das Gesamtsystem: Das Zusammenspiel aus komplexen biologischen Prozessen, medizinischen Geräten, Software und dem menschlichen Körper.


Das Ziel der BMFTR-Förderung: Durch computerbasierte Simulationen sollen Medizintechnik Komponenten, Diagnostik und Therapieverfahren bereits vor der klinischen Erprobung virtuell entwickelt, getestet und optimiert werden.


Welche Themen stehen im Fokus?

Gefördert werden anspruchsvolle, interdisziplinäre Verbundprojekte (FuE), die innovative Methoden des Systems Engineering für die Gesundheit von morgen nutzen. Typische Schwerpunkte sind:

  • Digitale Zwillinge in der Medizintechnik: Entwicklung von Computer Modellen von Organen, Geweben oder physiologischen Systemen zur Simulation von Behandlungsabläufen.

  • Virtuelle Validierung & Testung: Testen von Medizinprodukten und Algorithmen im Computer, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die Anzahl realer Tests zu reduzieren.

  • Personalisierte Medizin: Nutzung von In silico-Methoden zur maßgeschneiderten Anpassung von Therapien und Geräten an individuelle Patientenprofile.

  • Prozess- & Schnittstellenoptimierung: Durchgängige modellbasierte Entwicklung (MBSE) über den gesamten Lebenszyklus eines Medizinprodukts hinweg.


Wer wird gefördert und wer profitiert?

Die Richtlinie richtet sich an Akteure, die digitale Spitzenforschung in die medizinische Anwendung bringen wollen:

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft: Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Start-ups im Bereich Medizintechnik, BioTech und Digital Health.

  • Hochschulen & Universitätskliniken: Für den Brückenschlag zwischen theoretischer Modellierung und klinischer Praxis.

  • Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen: Zur Entwicklung grundlegender Simulations- und Dateninfrastrukturen.


Die Vorteile für Verbundprojekte auf einen Blick

  1. Geringeres Entwicklungsrisiko: Fehler in Design und Funktion werden erkannt, bevor teure Prototypen gebaut werden.

  2. Kürzere Time-to.Market: Simulationen beschleunigen den Zulassungsprozess und sparen Entwicklungszeit.

  3. Attraktive Förderquoten: Hohe finanzielle Unterstützung für Forschungs- und Entwicklungsausgaben - insbesondere für KMU.


Nächste Schritte mit fi. konzept

Die Kombination aus Medizin, Software-Engineering und Datenwissenschaft erfordert starke, interdisziplinäre Konsortien.


Möchtest du eine Idee im Rahmen von "e2Health" umsetzen?

Wir von fi. konzept unterstützen dich bei der Partnerwahl, der strategischen Strukturierung deines Konsortiums und der passgenauen Ausarbeitung der Ideenskizze.

Quelle; Richtlinie zur Förderung von Forschungsprojekten für Systems Engineering mit In silico-Methoden im Forschungs- und Förderkonzept „e2Health – In silico-Forschung für die Medizin der Zukunft“ vom: 24.06.2026, Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, BAnz AT 03.07.2026 B2




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