• Michael Handschuh

ALMA (Aim, Learn, Master, Achieve)

Berufs- und Arbeitserfahrung für jobsuchende und benachteiligte junge Erwachsene.


Laut Eurostaat waren 2020 17,6 Prozent der 20 - 34 Jährigen in der EU weder in Bildung, Ausbildung oder Beschäftigung. Zwischen 8 Prozent in den Niederlanden bis zu 29,4 Prozent in Italien schwankt der Anteil junger Menschen im erwerbsfähigen Alter, die nicht für eine betriebliche Fachkräftesicherung zur Verfügung stehen. In Deutschland beträgt der NEETS-Anteil knapp 10 Prozent.


Europa will diejenigen stärker unterstützen, die durchs Netz gefallen sind - junge Menschen, die keine Arbeit haben, nicht zur Schule gehen und keine Ausbildung absolvieren. Die Kommission hat deshalb die Initiative ALMA (Aim, Learn, Master, Achieve - Anvisieren, Lernen, Meistern, Ankommen) angestoßen. Eine Kombination aus Maßnahmen soll den jungen Menschen helfen, den Weg zur allgemeinen und beruflichen Bildung oder Beschäftigung im Heimatland zu finden oder durch ein Praktikum in einem anderen EU-Land den Weg in den Arbeitsmarkt und Gesellschaft finden.


Das Ziel besteht darin, ihre Kompetenzen, Kenntnisse und Erfahrungen zu erweitern. So soll den jungen Menschen die Möglichkeit gegeben werden, europaweit Kontakte zu knüpfen.


ALMA erhält im ersten Jahr der Umsetzung rund 15 Mio. Euro aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+).


ALMA ist ein länderübergreifendes Mobilitätsprogramm für junge Menschen ohne Arbeit und ohne schulische oder berufliche Ausbildung. Konkret geht es um junge Menschen die

  • Schwierigkeiten bei der Jobsuche haben,

  • langzeitarbeitslos sind,

  • unzureichende schulische Leistungen oder berufliche Fähigkeiten aufweisen,

  • Migrationshintergrund haben,

  • oder mit einer Behinderung leben.

Diesen Menschen werden folgende Unterstützungen geboten.


  1. Vor ihrem Auslandsaufenthalt erhalten die Teilnehmer_innen eine intensive maßgeschneiderte Schulung in ihrem Heimatland.

  2. Ihnen steht ein angeleitetes Arbeitspraktikum mit begleitendem Mentoring- Angebot von 2 bis sechs Monaten in einem anderen EU-Mitgliedstaat offen.

  3. Nach ihrer Rückkehr sorgt kontinuierliche Unterstützung für Orientierung und Nutzung der erworbenen Kompetenzen im Heimatland, damit sie einen Job finden oder die Ausbildung fortführen.

Diese Kosten werden aus ESF+ Mitteln gedeckt.

  • Fahrtkosten

  • Versicherung

  • Sozialversicherung

  • Grundbedarf wie Nahrung und Unterkunft

  • Betreuung und Beratung vor, während und nach dem Auslandsaufenthalt.

Darüber hinaus steht es den Unternehmen frei, die Praktika zu vergüten.


Antragstellung.

ALMA befindet sich derzeit in Entwicklung und wird gemeinsam mit den Mitgliedstaaten und Sozialpartnern auf die Beine gestellt. Mehr Informationen dazu folgen in Kürze. Verwaltungsbehörden und Organisationen, die an einer Teilnahme interessiert sind, können sich bis dahin an folgende Stelle wenden: EMPL-G1-UNIT@ec.europa.eu.

(Quelle: Europäische Kommission, ALMA, Aim, Learn, Master, Achieve, Lizenz Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)).




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