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Forschung zu biobasierten Klebstoffen

  • Autorenbild: Michael Handschuh
    Michael Handschuh
  • 5. März 2020
  • 2 Min. Lesezeit

Über das Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe" (FPNR) fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Anwendungsorientierte Forschung zu biobasierten Klebstoffen. Der bis zum 15. Juni 2020 befristete Förderaufruf konzentriert sich auf die Förderung von Forschung und Entwicklung zu Klebstoffen auf Basis biogener Rohstoffe für traditionelle und neue Anwendungsbereiche sowie funktionelle Klebstoffe.

Die Bioökonomie zeigt den Weg zu einer nachhaltigeren und stärker biobasierten Wirtschaft. Eine deutliche und anhaltende Steigerung des nachhaltig erzeugten Biomasseanteils ist notwendig, um die Erschließung von Wachstumsmärkten zu erreichen. Der Bereich Klebstoffe ist ein solcher global wachsender Markt, in dem eine hohe Wertschöpfung möglich ist. Biobasierte Klebstoffe sollen auf der Rohstoffseite nicht nur etablierte fossile durch biogene Rohstoffe ersetzen, sondern auch verbesserte Eigenschaften und Funktionen aufweisen.


Gefördert werden Vorhaben zu folgenden Themen


Produktinnovationen zur Entwicklung neuer Klebstoffe und ihrer Komponenten aus nachwachsenden Rohstoffen für traditionelle und neue Anwendungsbereiche in der Industrie und im Konsumentenbereich in folgenden Bereichen.


  • Papier und Verpackungen

  • Holz, Holzwerkstoffe

  • Bauen und Wohnen

  • Büro, Haushalt, Hobby

  • Fahrzeugbau

  • Metallindustrie und Maschinenbau

  • Elektro- und Elekronikindustrie

  • Medizien


Produktinnovationen zur Entwicklung funktioneller und multifunktioneller Klebstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, die über das stoffschlüssige Fügen hinaus über zusätzliche elektrische, thermische, optische, mechanische oder andere Funktionen verfügen.


Beispiele:

Leitfähigkeit, Brandhemmung, Biozidwirkung, Emmissionsarmut, lösbare Klebeverbindungen, Selbstheilung, Abdichtung, gesundheitliche Unbedenklichkeit.


Produkt- und Prozessinnovationen zur Entwicklung funktioneller und multifunktionaler Klebstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen auf Basis industriell, kommerziel verfügbarer biogener Rohstoffe bzw. biobasierter Vorprodukte.


Das Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe" ist zuwendungs- und beihilferechtlich die Grundlage der Förderung. Es sind nur Vorhaben förderfähig, die einen Beitrag zu den förderpolitischen Zielen dieses Programms leisten.


Bei der Bewertung der Projektvorschlägen wird auf eine Kompetenzbündelung von akademischer / nicht-akademischer Forschung mit Herstellern von Klebstoffen und Klebstoffkomponenten Wert gelegt. Im Rahmen der angestrebten FuE-Förderung soll das gesamte Segment der zugrundeliegenden Wertschöpfungskette berücksichtigt und soweit nötig in einem Konsortium abgebildet werden. Eine angemessene Beteiligung der gewerblichen Wirtschaft ist an den Vorhaben zu gewährleisten. Insbesondere sind die Beteiligung von KMU und Mittelstand ausdrücklich erwünscht. Verbundvorhaben mit Federführung oder maßgeblicher Beteiligung von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sollen gegenüber Vorhaben ohne oder mit nur geringer Beteiligung von Unternehmen bevorzugt werden.


Projektvorschläge in Form von Projektskizzen können bis zum 15. Juni 2020 über easy-online eingereicht werden. Mittel für eine Förderung im Rahmen dieses Aufrufs stehen nur begrenzt zur Verfügung, es gilt der Haushaltsvorbehalt. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.


Weitere Informationen finden Sie auch auf der FNR-Website




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