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Open Innovation in den Quantentechnologien

  • Autorenbild: Michael Handschuh
    Michael Handschuh
  • 6. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Neue Förderung seit Januar


Am 13. Januar 2026 hat das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) eine neue Förderrichtlinie veröffentlicht, die großes Potenzial für Forschung Lehre und Industrie bringt. Unter dem Motto "Open Innovation - Offene Werkzeuge für Forschung und Lehre in Quantentechnologie und Photonik" fördert das Ministerium offene, kostengünstige und frei zugängliche Werkzeuge, die die Entwicklung und Anwendung moderner Quantentechnologien beschleunigen soll.


Die Richtlinie ist Teil des Forschungsprogramms "Quantensysteme - Spitzentechnologien entwickeln, Zukunft gestalten", das den Aufbau technologischer Souveränität in Deutschland vorantreibt. Quantentechnologien gelten als eine der sechs prioritären Schlüsseltechnologien, der deutschen Hightech-Agenda und versprechen tiefgreifende Innovationen im Bereich Sensortechnik, Kommunikation, Computing, Photonik und Produktion.



Warum diese Förderung?


Die strategische Bedeutung von Open Innovation

Die Quantentechnologien sind ein rasant wachsendes Technologiefeld, doch trotz der wissenschaftlichen Dynamik bestehen weiterhin hohe Zugangshürden: teure Geräte, proprietäre Schnittstellen, mangelnde Standardisierung und fehlende niedrigschwellige Werkzeuge. Genau hier setzt die neue Förderrichtlinie an.


Open Innovation - also die systematische Öffnung des Innovationsprozesses für externe Partner - soll den Austausch zwischen:

  • Universitäten

  • Forschungseinrichtungen

  • Start-ups

  • Industrieunternehmen

  • und der breiten Öffentlichkeit

stärken. Durch das Teilen von Wissen, Daten, Software und Hardware können Innovationen schneller entstehen und breiter genutzt werden.


Besonders die universitäre Forschung spielt eine zentrale Rolle, da sie aktuell ein wesentlicher Treiber des know-hows in der Quantentechnologien ist. Open-Science-Ansätze, Open-Source-Software und offene Hardwarelösungen gelten als entscheidende Faktoren, um Entwicklungsprozesse transparenter und effizienter zu gestalten.


Was wird gefördert?


Werkzeuge für Forschung, Lehre und Industrie

Die Förderrichtlinie unterstützt insbesondere vorwettbewerbliche Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die neue oder wesentlich verbesserte offene Werkzeuge bereitstellen. Dazu gehören laut Richtlinie und flankierenden Veröffentlichungen:


Geförderte Werkzeuge und Technologien

  • Open-Source-Hardware für Aufbau, Steuerung und Messung quantentechnologischer Systeme.

  • Offene Schnittstellen zwischen Quantenhardware, Quantencomputing, High-Performance Computing und klassischen IT-Systemen.

  • Entwicklungsumgebungen für Hardware- und Softwaredesign.

  • Kostengünstige und robuste Lehr- und Forschungsinstrumente, die breite Zielgruppen erreichen.

Solche offene Technologien ermöglichen praxisnahe Ausbildung, erleichtern interdisziplinäre Zusammenarbeit und schaffen einen deutlich niedrigschwelligen Zugang -nicht nur für Spitzenforschung, sondern auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).


Nutzen für Industrie, Start-ups und Wissenschaft

Die Fördermaßnahme ist nicht nur auf akademische Forschung ausgerichtet: Gerade Maschinenbau und Industrie profitieren durch die neuen offenen Standards und den leichteren Zugang zu quantentechnologischen Werkzeugen.


Die Vorteile im Überblick.

  • Reduzierte Einstiegskosten für Experimente und Pilotprojekte

  • Einfachere Integration quantensensitiver Mess- und Fertigungstechnologien

  • Mehr Innovationsdynamik durch offene Software- und Hardwareplattformen

  • Neue Entwicklungsoptionen für Start-ups und KMU


Damit stärkt das BMFTR gezielt die technologische Souveränität Deutschlands im globalen Wettbewerb und schafft ein Ökosystem, in dem Forschungsergebnisse schneller den Weg in marktfähige Anwendungen finden.


Antragsverfahren und Fristen

Das Antragsverfahren ist zweistufig:


  1. Einreichung einer Projektskizze über das System easy-Online.

  2. Nach positiver Bewertung: Vorlage des förmlichen Förderantrags.


Die Frist für die Projektskizzen endet am 30.April 2026, wobei verspätete Skizzen möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden. Eine vorherige Beratung mit dem Projektträger wird empfohlen.


Fazit - Ein kraftvoller Impuls für offene Quantentechnologie

Mit der Richtlinie "Open Innovation - Offene Werkzeuge für Forschung und Lehre in Quantentechnologien und Photonik" setzt das BMFTR ein starkes Zeichen: Deutschland will beim Aufbau eines offenen, kollaborativen und innovationsgetriebenen Quantentechnologie-Ökosystems eine Vorreiterolle einnehmen.


Die Förderung erleichtert Forschung und Lehre, stärkt die Industrie, öffnet die Türen für KMU und Start-ups - und beschleunigt die Entwicklung der Technologie, die unsere nächsten Jahrzehnte prägen werden.

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