• Michael Handschuh

Green Tech


Förderaufruf als Innovationswettbewerb.


"Green Tech Innovationswettbewerb - Digitale Technologien als Schlüssel für die ökologische Transformation der Wirtschaft".


Der Green Tech Innovationswettbewerb soll Deutschland und Europa dabei unterstützen als Hightech-Standort für digitale Technologien zu festigen. Zudem sollen die Ergebnisse einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der Agenda 2030 leisten.

.Ziel des Förderaufrufs ist es, den Einsatz digitaler Technologien als Schlüssel zur Vereinigung von ökonomischen und ökologischen Interessen zu beschleunigen.


Gesucht werden Entwicklungen, Erprobungen und Anwendungen von Plattformen, Werkzeugen und Methoden sowie Geschäfts- und Nutzungsmodelle für Anwendungsbereiche in der Wirtschaft. Die Projekte sollen mit der Integration digitaler Technologien im Anwendungsfeld - Nachhaltigkeit - entscheidende Impulse für die ökologische Transformation der Wirtschaft in Bezug auf Klima- und Umweltschutz setzen.


Der Förderaufruf adressiert digitale Technologien und Nachhaltigkeit auf drei Ebenen.

  1. Nachhaltigkeit durch digitale Technologien

  2. Nachhaltigkeit von digitalen Technologien

  3. Messung der Nachhaltigkeit mit digitalen Technologien

Eine einzureichende Projektskizze soll mindestens, einer Ebene zugeordnet werden können.


Der Förderaufruf nennt als Entwicklungsfelder, die nicht als abschließend zu verstehen sind,

im Themenfeld - Nachhaltigkeit durch digitale Technologien - folgende Entwicklungsfelder:

  • Intelligente, emissionsminimierende Produktentwicklung und Anlagensteuerung mithilfe grüner digitaler Zwillinge.

  • Sektorkoppelnde Austauschplattformen mit quelloffenen Standards und Schnittstellen.

  • Digitale Werkzeuge zum effizienten Design von zirkulären Wertschöpfungsketten.

  • Innovative Nutzung von Robotik-Systemen im Bereich Recyclings (wünschenswert unter Nutzung der Plattform SeRoNet).

In der zweiten Ebene - Nachhaltigkeit von digitalen Technologien - nennt der Förderaufruf als Entwicklungsfelder folgende Themen.

  • Green-Coding Prinzipien unterstützende Entwicklerwerkzeuge.

  • Optimiertes Ressourcen-Management von Software und Hardware (zB. Kommunikationsnetzwerke).

  • Speichersysteme basierend auf Prinzipien der Datensparsamkeit.

  • Effiziente Konzepte für das Trainieren von KI-Modellen (zB. durch Federated Learning oder dem Recycling von KI-Modellen).

Als mögliche Projekte der dritten Ebene - Messung der Nachhaltigkeit mit digitalen Technologien - werden beispielhaft folgende Entwicklungsfelder aufgeführt:

  • Analyse-Werkzeuge für die Messung von Emissionen und Ineffiienzen auf Basis von Echtzeitdaten.

  • Dezentrale digitale (Objekt-) Idenditäten und digitale Produktpässe zur Zuordenbarkeit von Emissionen zu einzelnen Produkten und Dienstleistungen und Rückverfolgbarkeit entlang von Wertschöpfungsketten.

  • Grüne digitale Zwillinge zur Bereitstellung und Modellierung von schwer erfassbaren Informationen zur Schaffung einer relevanten Datenbasis.

Für alle Entwicklungsfelder sollen technische Systeme unter Nutzung digitaler Technologien (zB. KI, Robotik, datengetriebene Geschäftsmodelle etc.) Ausgangspunkt sein. Eine ganzheitlich entwickelte Lösung wird in den Projekten erwartet. Zur gesamtheitlichen Betrachtung soll auch die Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungs-, Liefer- und Recylingketten berücksichtigt werden. Reboundeffekte sollen vermieden werden.


Die Zuwendungsvoraussetzungen sowie die Art und Höhe der Zuwendungen sind in der Förderrichtlinie "Entwicklung digitaler Technologien" (2022 - 2026) (BAnz AT 11.07.2022 B1 Nr. 5) benannt. Demnach handelt es sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss. Es wird erwartet, dass sich Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft angemessen beteiligen. Für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft kann die Förderung je nach Marktnähe der zu entwickelnden Lösungen 25 bis 50 % der förderungsfähigen Gesamtkosten betragen. Für KMU (Anlage I AGVO) können im Einzelfall höhere Förderquoten erreicht werden.


Insgesamt stehen für diesen Förderaufruf - vorbehaltlich verfügbarer Haushaltsmittel - Fördermittel von bis zu 75 Mio. € zur Verfügung. Als Projektstart ist der 1 Mai 2023 vorgesehen. Die Projekte sollen eine Laufzeit von 36 Monaten nicht übersteigen.


Die Bewerbung für diesen Förderaufruf ist zweistufig ausgelegt. Der erste Schritt erfordert die Einreichung einer Projektskizze bis spätestens 21.10.2022, 12:00 Uhr mittags. Die Projektskizze dient als Grundlage für die Begutachtung und Auswahl der besten Projektvorschläge, die für eine Förderung in Frage kommen. Sodann folgt in einem zweiten Schritt, die Aufforderung durch den Projektträger einen förmlichen Förderantrag einzureichen. (Quellen: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Förderprogramm "Entwicklung digitaler Technologien" (2022 bis 2026), Banz AT 11.07.2022 B1, Förderaufruf "Green Tech Innovationswettbewerb - Digitale Technologie als Schlüssel für die ökologische Transformation der Wirtschschft", 01.28.2022)


Weitere Informationen zum Programm.

https://www.digitale-technologien.de/DT/Redaktion/DE/Standardartikel/edt_foerderaufrufe_green_tech.html


Zu diesem Themenkomplex sind alternative Programme verfügbar.



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