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KI in die Werkhalle

  • Autorenbild: Michael Handschuh
    Michael Handschuh
  • 1. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Das neue Förderprogramm "InProKI" ist da

Von der Theorie in die Späne: Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat die Richtlinie "InProKI" veröffentlicht. Ziel ist es, die deutsche Industrie durch die Integration von Künstlicher Intelligenz in die Produktionssysteme krisenfest und wettbewerbsfähig zu machen.


Lange Zeit war KI in der Industrie ein Schlagwort für prädiktive Wartung oder einfache Qualitätskontrolle. Mit der neuen Förderrichtlinie "Innovative Produktionssysteme durch KI-Integration (InProKI)" schaltet der Bund nun einen Gang höher. Es geht nicht mehr nur um "Smart Tools", sondern um die grundlegende Neugestaltung der Wertschöpfung.


Textilmaschine

Was wird gefördert?

Im Fokus stehen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (FuE), die KI tief in die Produktionslogik einbetten. Das Ministerium sucht Projekte, die über den Standard hinausgehen. Besonders spannend sind dabei:

  • Autonome Prozessoptimierung: Systeme, die in Echtzeit auf Lieferketten, Schwankungen oder Materialfehler reagieren.

  • Mensch-Maschine-Kollaboration: KI-Lösungen, die den Werkern assistieren, statt sie zu ersetzen (Stichwort: Fachkräftesicherung).

  • Nachhaltige Produktion: Einsatz von KI zur drastischen Senkung von Energie- und Ressourcenverbrauchs.


Die Eckpunkte der Förderung

Ich sehe hier als Berater besonders für KMU (kleine und mittlere Unternehmen) enorme Chancen, da die Förderquoten hier traditionell attraktiv sind.


Merkmal

Details

Programm

Zukunft der Wertschöpfung.

Zielgruppe

Unternehmen (KMU, Großindustrie), Hochschulen, Forschungseinrichtungen.

Förderart

Nicht rückzahlbarer Zuschuss (Anteilsfinanzierung)

Veröffentlichung

BAnz AT. 17.03.2026 B1


Warum das jetzt wichtig ist

Objektiv betrachtet ist dieser Aufruf eine direkte Antwort auf den globalen Druck. Während die Konkurrenz aus Übersee oft auf reine Software-Skalierung setzt, spielt Deutschland hier seine Stärke aus: Die Kombination von tiefem Maschinenbau-Know-How mit moderner Informatik.


Experten-Tipp: Das BMFTR legt bei dieser Ausschreibung besonderen Wert auf den Transfer. Reine Laborlösungen haben wenig Aussicht auf Erfolg; gefragt sind Konsortien, die den Weg bis zum Prototyping in einer realen Produktionsumgebung aufzeigen.


Wie geht es weiter?

Das Verfahren ist, wie im Programm "Zukunft der Wertschöpfung" üblich, zweistufig angelegt. Zunächst müssen Projektskizzen bis spätestens 22. Mai 2026 eingereicht werden, in denen die Innovationshöhe und der wirtschaftliche Nutzen dargelegt werden.

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