• Michael Handschuh

ESF-Plus-Bundesprogramm

Das ESF-Plus-Bundesprogramm für die Jahre 2021 - 2027 wurde von der Kommission genehmigt.


Rechtssicherheit besteht für das ESF-Plus-Bundesprogramm für die Jahre 2021 - 2027. Das erste ESF-Plus-Programm in der Europäischen Union wurde durch die Europäische Kommission genehmigt.

Für die sieben Jahre stehen insgesamt 4,6 Milliarden Euro zur Verfügung. 2,2 Milliarden davon sollen aus ESF-Plus-Mittel kommen. Ziel ist es, 782.000 Teilnehmenden und 121.000 KMU im Rahmen des Programms zu fördern.


Das Programm stellt folgende Förderschwerpunkte in den Focus.


- Verbesserung der (Aus-) Bildungs- und Arbeitsmarktchancen von Personen mit Migrationshintergrund einschließlich Geflüchteter, darunter insbesondere Frauen;


- berufliche Weiterbildungsangebote für Erwerbstätige, darunter insbesondere Frauen, Migrantinnen und Migranten, Ältere, Menschen mit Behinderung, Alleinerziehende und Geringqualifizierte;


- Förderung benachteiligter junger Menschen mit dem Ziel einer eigenverantwortlichen Lebensführung; Förderung transnationaler Mobilitätsmaßnahmen für arbeitslose/ arbeitssuchende Jugendliche;


- Unterstützung benachteiligter Familien, Familien in besonderen Lebenslagen sowie von Armut betroffenen und bedrohten Familien mit Kindern;


- Förderung der am stärksten benachteiligten Personen, vor allem Wohnungslose sowie besonders benachteiligte neuzugewanderte EU-Bürger_innen sowie ihrer Kinder.


- Förderung von KMU und deren Beschäftigten, vorrangig zur Anpassung an den demographischen, digitalen und grünen Wandel und zur Stärkung ihrer Leistungs-, Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit unterstützt werden, Stärkung von Soloselbständigen;


- Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen bei der Fachkräftesicherung und -gewinnung sowie zu Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze;


- Förderung von Gründerinnen un Gründer, insb. innovativer, forschungsbasierter Unternehmensgründungen aus der Wissenschaft.


Mit dem Programm sollen auch soziale Innovationen entwickelt und erprobt werden. Im Mittelpunkt stehen auch Maßnahmen, die zum Beispiel, auf die gezielte Förderung junger Männer mit besonderen Schwierigkeiten beim Zugang in (Aus-) Bildung und Beschäftigung eingehen. Auch ältere Personen sollen mit dem Ziel der sozialen Teilhabe und finanziellen Absicherung gefördert werden. Ebenso rückt das Programm die Verwirklichung von Chancengerechtigkeit und der Abbau von Diskriminierung im Bildungssystem ins Zentrum einer Förderung.


Der Bund wird daher ESF-Plus-Mittel in Höhe von rund 57 Millionen Euro zu Erasmus+ umschichten, um weiteren Personengruppen den Zugang zu transnationalem Lernen zu ermöglichen. Das ESF-Plus-Bundesprogramm wird zudem durch spezifische Förderansätze und Maßnahmen auch einen Beitrag zum europäischen Grünen Deal und dem Übergang zu einer modernen, ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft leisten.


218 Millionen Euro fließen bis 2027 im Rahmen des Programms nach Baden-Württemberg. In der regionalen Förderung, die selbständig in den Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs durch die regionalen Arbeitskreise umgesetzt wird, sind zum Januar 2022 bereits 140 Programme gestartet. Der ESF-Plus zeigt deutlich, wie auch Baden-Württemberg ganz konkret von Europa profitieren kann.


Vertiefende Informationen zum Esf-Plus-Bundesprogramm (PDF).


ESF-Plus Förderperiode 2021 -2027 - Baden-Württemberg

https://www.esf-bw.de/esf/esfplus/



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